
Viktoria Tolstoy vocals
Jacob Karlzon piano
Matthias Svensson bass
Rasmus Kihlberg drums
Kulturpass, bienvenue!
So groovy haben Sie Tschaikowskys Schwanensee noch nie gehört – 12 Jahre nach ihrem von Esbjörn Svensson produzierten Blue-Note-Debut «White Russian» kehrt Schwedens große Jazzsängerin nach Russland zurück. Dass die mit amerikanischen Jazz-Standards berühmt gewordene Viktoria Tolstoy auf der Suche nach zündenden Melodien nun einmal nach Osten statt nach Westen schaut, hat unter anderem einen sehr persönlichen Grund – ihr Ururgroßvater ist kein geringerer als der große Literat Lew Tolstoi. «Anna Karenina habe ich gelesen, aber Krieg und Frieden wird vermutlich auf dem Regal stehenbleiben. Das ist viel zu dick», sagt die Ururenkelin des berühmten Russen, die für ihr mittlerweile achtes Album klassische ‹Hits› von Tschaikowsky, Rachmaninov & Co. in die Sprache des Vocal-Jazz übersetzt hat. Jazzhörer können unbesorgt sein: «Wir halten uns nicht zurück, nur weil die Musik von klassischen Komponisten geschrieben wurde.»