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28. Mai 2020

Beethoven! – Frank Peter Zimmermann

von Anne Payot-Le Nabour

Gepriesen für «die Klarheit seiner Gestaltung, die Reinheit seines Spiels, die Feinheit seiner Tongebung und die Leichtigkeit seiner Bogenführung» (Concertclassic), kehrt der deutsche Geiger Frank Peter Zimmermann im Herbst in die Philharmonie zurück, wo er bereits ein regelmäßiger wie gern gesehener Gast ist. An der Seite des Pianisten Martin Helmchen interpretiert er anlässlich des 250. Geburtstages von Beethoven an zwei Abenden dessen sämtliche Violinsonaten: Zehn wahrhafte Duos, in denen sich die beiden Instrumente als gleichberechtigte Partner begegnen und der Komponist die Interpreten in technischer Hinsicht aufs Äußerste herausfordert.

Zwar stammen die Werke aus den beiden frühen Schaffensphasen des Komponisten, in denen dieser noch nicht die klassische Form zu sprengen suchte. Dennoch zeugen sie eindrucksvoll von der Emanzipation des Klaviers zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Während die drei ersten Sonaten, die Beethoven seinem Lehrer Salieri widmete, ebenso wie die fünfte, die «Frühlingssonate», noch deutlich in der Tradition Mozarts stehen, dürften andere das damalige Publikum durchaus irritiert haben, wie die neunte, die «Kreutzer-Sonate», die von ihrem Widmungsträger, dem französischen Geiger Rodolphe Kreutzer, für «unverständlich» gehalten wurde. Ein Teil dieser Werke musste sich sogar den Vorwurf gefallen lassen, «musikalischen Schrecken» zu verbreiten.

Rien de tel ici, entre un violoniste d’exception et un pianiste soucieux «d’éclairer les œuvres de l’intérieur en faisant du jeu instrumental la matière d’une pensée musicale» (ResMusica), sinon un duo de grande classe pour un monument du répertoire.

 

Titelfoto: Harald Hoffmann

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