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26. April 2019

Daniel Harding, zwischen Himmel und Erde

von Anne Payot-Le Nabour

Er hat nichts ausgelassen: Mit nur 16 Jahren Assistent von Sir Simon Rattle, dann von Claudio Abbado, sorgte er sieben Jahre später mit seinem Dirigat von Don Giovanni beim Festival von Aix-en-Provence für gewaltiges Aufsehen, ebenso wie mit der Leitung der Saisoneröffnung der Mailänder Scala mit gerade einmal 30 Jahren. Seither verfolgt er eine eindrucksvolle Karriere, die ihn schließlich als Chefdirigent ans Pult des Orchestre de Paris führte, die zahlreichen Positionen als Ehrendirigent nicht eingerechnet, darunter jene beim Mahler Chamber Orchestra.
Unermüdlich hat sich Daniel Harding daneben für die Fliegerei begeistert und kürzlich den Pilotenschein erworben.

Bereits mehrfach zu Gast in der Philharmonie, kehrt der Dirigent im Rahmen seiner Residenz für drei Konzerte nach Luxemburg zurück. Zunächst für sein Debut mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und mit Håkan Hardenberger als Solist auf der Trompete – ein Instrument, das der Dirigent einst selbst studierte –, vor Mahlers Fünfter Symphonie mit ihrer packenden orchestralen Entwicklung von der Dunkelheit hin zum Licht.

Die Musik Mahlers, deren leidenschaftlicher Verfechter Daniel Harding ist, bildet so etwas wie einen roten Faden seiner Residenz, leitet er doch das Gustav Mahler Jugendorchester für die Achte Symphonie des Komponisten, die «Symphonie der Tausend». Auf eine umfassende Reise tief ins Innere des symphonischen Repertoires lädt also der britische Dirigent – hinzu kommt ein Abstecher in die Welt der Lieder Schuberts, begleitet vom Mahler Chamber Orchestra und mit dem Solisten der Wahl, dem Bariton Matthias Goerne.

 

Konzerte