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Philippe Koch

Konzertmeister

Philippe Koch entstammt einer traditionsreichen Lütticher Musikerfamilie. Sein Studium am Konservatorium seiner Heimatstadt schloss er mit Auszeichnung sowie dem Prix Parent und dem Prix Charlier ab. Anschlie’end vervollkommnete er sich bei Christian Ferras, Pierre Amoyal und Arthur Grumiaux; mit Letzterem arbeitete er zehn Jahre lang zusammen. Neben seiner Tätigkeit als Erster Konzertmeister des Orchestre Philharmonique du Luxembourg tritt Philippe Koch als Solist in Europa, Nord- und Südamerika und Japan auf (in Japan wird er alljährlich in den kaiserlichen Palast eingeladen) und musiziert mit zahlreichen renommierten Orchestern und Dirigenten. Zu Letzteren zählen Juri Aronowitsch, Carl Davis, Alexander Dmitrijew, Louis de Froment, Leopold Hager, Paavo Järvi, Emmanuel Krivine, Sebastian Lang-Lessing, Louis Langrée, Georges Octors, David Shallon, Michael Stern, Michel Tabachnik, Bramwell Tovey, André Vandernoot, Ronald Zollman u.v.a. Als Kammermusiker spielt Philippe Koch u.a. im Trio Grumiaux, das er zusammen mit Luc Dewez (Violoncello) und Luc Devos (Klavier) gegründet hat, sowie im Brussels String Quartet, dessen Primgeiger er ist (die weiteren Mitglieder sind Tomiko Shida, Yves Cortvrindt und Luc Dewez) und im Quatuor Louvigny (gemeinsam mit Ilan Schneider, Aleksandr Kramouchin und Fabian Perdichizzi). Daneben tritt er immer wieder auch mit anderen Musikern in verschiedensten Besetzungen auf; erwähnt seien hier Daniel Blumenthal, Gerard Caussé, Abdel-Rahman El Bacha, Marc Grauwels, France Springuel, Anne Froidebise, Pavel Gililov, Maria Kliegel, Alain Marion, Alexander Müllenbach, Ivan Monighetti, Kazushi Ono, Francis Orval, Jean-Claude Vanden Eyden und Sonia Wieder-Atherton. Mit seinen Kindern Laurence (Violine) und Jean-Philippe (Klavier) gründete er darüber hinaus das Trio Koch. Philippe Koch beschränkt sich nicht auf das klassisch-romantische Repertoire, sondern verfolgt die Entwicklung der zeitgenössischen Musik mit großer Aufmerksamkeit. So war er an verschiedenen Uraufführungen beteiligt und ist gern gesehener Gast bei Festivals in der Schweiz (Werke von Bolens und Almada), in Luxemburg (Wengler) und in Belgien (Van Rossum, Fayt). Der leidenschaftliche Pädagoge ist Professor am Conservatoire Royal de Musique seiner Heimatstadt und gibt regelmäßig Meisterkurse in Belgien, Frankreich und Luxemburg. Er war im belgischen, luxemburgischen, spanischen, schweizerischen, französischen, chilenischen, mazedonischen, holländischen, ungarischen und kanadischen Rundfunk zu hören und hat bislang 27 Einspielungen vorgelegt, die von der internationalen Fachpresse wiederholt ausgezeichnet wurden (u.a. mit einem Diapason d’Or, dem Choc du Monde la Musique, Empfehlungen in Répertoire und Classica und dem Supersonic von Pizzicato). 2009 war Philippe Koch Mitglied des künstlerischen Ausschusses und der Jury der Vorauswahl des Concours Musical international Reine Elisabeth de Belgique, 2012 war er Mitglied des künstlerischen Ausschusses und der Jury für sämtliche Vorspiele des Wettbewerbs. Seit September 2012 ist er Präsident der Fondation Arthur Grumiaux. Philippe Koch wurde von Großherzog Henri zum Ritter des Militär- und Zivildienst-Ordens Adolphs von Nassau geschlagen. Seit Juni 2013 ist er außerdem Ritter des belgischen Leopoldsordens. Im März 2013 trat Philippe Koch mit dem Korean Chamber Orchestra in Seoul auf, im Juni 2013 brachte der gemeinsam mit dem Orchestre Symphonique National d’Algérie Werke von Henri Vieuxtemps zur Aufführung.

Photo: Eric Chenal Photo: Eric Chenal