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Musizieren für den magischen Moment

«Wenn sie spielt, versteht man die Musik sofort», sagt Gustavo Gimeno über die charismatische Geigerin. Mit ihm und dem OPL ist Janine Jansen im November 2016 nicht nur in der Philharmonie zu erleben, sondern auch in zwei Konzerten in ihrer niederländischen Heimat. In Luxemburg folgen im Frühjahr 2017 ein Auftritt mit dem NHK Symphony Orchestra und ein Kammermusikabend.

«Für sie ist Musik immer Kammermusik – sie kennt die Partitur in- und auswendig, weiß jederzeit, wo die Hauptstimme ist, und was in der Begleitung passiert. Sie verfügt nicht nur über viel Intuition und Ausdruck, sondern ist auch eine durch und durch gebildete Musikerin.» Gustavo Gimeno kann über Janine Jansens Musikalität richtig ins Schwärmen geraten. Seit ihrer Kindheit in einer Musikerfamilie hat Kammermusik einen hohen Stellenwert für sie. Das von ihr in ganz jungen Jahren gegründete Internationaal Kamermuziek Festival in Utrecht leitet sie im Sommer 2016 bereits zum 13. Mal. Nicht selten ist dabei übrigens auch die Familie mit von der Partie; auch vor gut zwei Jahren in der Philharmonie saßen ihr Bruder am Cello und der Vater am Cembalo.

Als Artist in residence kehrt Janine Jansen in der Saison 2016/17 nach Luxemburg zurück und präsentiert drei Projekte, in denen sie ihr herausragendes handwerkliches und gestalterisches Potenzial kongenial vereinigen kann. Das NHK Symphony Orchestra ist ein langjähriger künstlerischer Partner der Musikerin. Das erste Luxemburg-Gastspiel des japanischen Orchesters am 01.03.2017 werden sie gemeinsam bestreiten. Jean Sibelius’ Violinkonzert steht dabei quasi sinnbildlich für Jansens wachsendes Interesse an skandinavischer Musik.

In höchstem Maße expressive und sinnliche Klangentdeckungen verspricht das Kammermusik-Programm am 09.02.2017 mit einem besonderen Fokus auf das musikalische Wien des frühen 20. Jahrhunderts.

Im selben Zeichen stehen auch die Konzerte an der Seite des OPL unter der Leitung von Gustavo Gimeno mit Alban Bergs Violinkonzert, «Dem Andenken eines Engels» gewidmet. Dessen dunkle Färbung im tiefen Register gleich zu Beginn hat es ihr besonders angetan: Es war nicht zuletzt die außergewöhnliche Kraft der tiefsten Saite, wegen derer sie sich für die «Baron Deurbroucq»-Stradivari von 1727 entschieden hat, die ihr von der Beare’s International Violin Society als Leihgabe überlassen wurde.