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28 October 2012

Himmlische Juwelen

von Philharmonie Luxemburg

Spion, Diplomat.,Geistlicher, Komponist. Agostino Steffani hat all diese Tätigkeiten ausserordentlich erfolgreich ausgeübt, auch wenn sein Name bislang  einem breiteren Musik-Publikum eher unbekannt sein dürfte. (Luxemburgische Konzertgänger können mir an dieser Stelle gerne wiedersprechen, da sie vielleicht zu jenen gehören, die im Dezember 2010 einer der beiden Vorstellungen von Steffanis Oper "Niobe - Königin von Theben" im grand Théâtre beigewohnt haben)
Dieser Tatsache hat sich die italienischen Sopranistin Cecilia Bartoli angenommen und widmet sich in ihrem neuen Album ganz dem italienischen Ausnahmetalent Steffani.

Dass Steffani als Musiker ebenfalls mit diplomatischen Missionen betraut wurde, war im 17. Jahrhundert nichts Aussergewöhnliches. Offensichtlich erwies er sich auf diesem sehr tückischen Parkett aber als äusserst talentiert und geschickt, so dass er ab Mitte der 1690er Jahre praktisch vollamtlicher Diplomat wurde und der Musik fast ganz den Rücken kehren musste. Das Spionieren und Verhandeln liess im nur noch sehr wenig Zeit zum Komponieren.

 

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Didier